ist Journalist und Wissenschaftsautor für Sozialwissenschaften,
Wirtschaft und Kultur. Er interessiert sich für Dinge wie das Phänomen
des klugen Durchschnitts; dafür, wie sich Anhänger der ungezügelten
Marktwirtschaft eine Ethik des Kapitalismus vorstellen; oder für die
Frage, ob die Popularität von Sportwetten und Konsumentenkrediten
Ausdruck verbreiteter Unvernunft ist.
Ralf Grötker hat Philosophie und Kulturwissenschaften in Bremen, Paris
und Köln studiert und wurde an der FU Berlin mit einer Arbeit über die
Grenzen der rationalen Rekonstruktion moralischer Anschauungen
promoviert. Seit 1998 arbeitet er als Journalist – erst als freier
Mitarbeiter der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau im
Bereich Humanwissenschaften und Hochschule, dann als Redakteur für das
„Weekend“ der Financial Times Deutschland, schließlich wieder freelance,
erst als Mitglied des Berliner Journalistenbüros Kulturbotschaft und
seit 2008 zusammen mit den Kollegen von der „Schnittstelle“.
Regelmäßig schreibt er für das Wirtschaftsmagazin Brand Eins, Technology
Review, Max Planck Forschung und das Jahresmagazin des
Wissenschaftskolleg zu Berlin, „Köpfe und Ideen“. 2003 erschien der von
ihm herausgegebene Sammelband „Privat! Kontrollierte Freiheit in einer
vernetzten Welt“. Für das DeutschlandRadio hat er Featuresendungen zu
verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen produziert. 2006 war Ralf
Grötker „Journalist in Residence“ am Max Planck Institut für
Gesellschaftsforschung, Köln und am Wissenschaftszentrum Berlin für
Sozialforschung.
2010 gründete er zusammen mit dem Schnittstellen-Kollgen Sascha Karberg
: ein online-unterstütztes
Verfahren für kooperatives Argumentieren zu Themen der
Technikfolgenabschätzung und der wissenschaftlichen Politikberatung.
2010/2011 ist Grötker Fellow am IGK Arbeit und Lebenslauf in Berlin.
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